VOC - Volatile organic compounds

VOC in der Luft

Belastung in Innenräumen

Die Luft im Inneren von Gebäuden unterscheidet sich deutlich von der Außenluft, die bekanntermaßen durch Autoverkehr, Energieerzeugung und Industrie belastet ist. In Innenräumen hingegen herrschen sehr komplexe Mixturen verschiedenster flüchtiger organischer Stoffe vor.

 


In Altbauten hatte man Probleme mit  Stoffen wie Asbest, PCP oder PCB. Diese schwerflüchtigen Stoffe gehen in Neubauten zurück, dafür aber erhöht sich die Belastung durch die leichtflüchtigen VOC. Wie der Name bereits verrät, sind VOC leichtflüchtig, d. h. sie gehen bei Raumtemperatur in Luft über. Aus diesem Grund wird bei einer Untersuchung der Raumluftqualität in Neubauten in der Regel zunächst eine VOC Messung durchgeführt.

 

 

Vorkommen der VOC

VOC werden durch Baustoffe und Einrichtungsgegenstände freigesetzt. Mobiliar ist heutzutage vielfach aus furnierten Spanplatten oder lackierten Hölzern, die viel häufiger erneuert werden als früher. Dies führt letztendlich dazu, dass wir ständig von neuen, ausgasenden Gegenständen umgeben sind. VOC dienen als Lösungsmittel in Lacken, Farben, Klebern dienen, gasen daher praktisch aus vielen Möbeln, Bodenbelägen oder Wandanstrichen aus. Leichtflüchtige VOC gasen relativ schnell aus, besitzen also ein schnelles Abklingverhalten, was aber auch eine deutlich höhere Atemluftbelastung mit sich bringt. Werden die VOC verdeckt eingebaut, wie beispielsweise im Klebstoff unter dem Parkettboden, kann es auch über Jahre hinweg zu erhöhten Innenraumluftbelastungen kommen.

Einige VOC-Quellen:

  • Bodenbeläge
  • Fugenmaterial
  • Farben/Lacke
  • Heizöl

 

  • Holzwerkstoffe
  • Klebstoffe
  • Wachse/Öle
  • Kunst-/Naturharze

Dicke Luft in dichten Gebäuden

Die durch die Energieeinsparverordnung vorgeschriebenen Dämm- und Abdichtungsmaßnahmen führen zu einem eingeschränkten Luftaustausch, was wiederum eine Aufkonzentrierung dieser Luftschadstoffe in renovierten Häusern oder Neubauten mit sich bringt.

 

Gesundheitsgefährdung

Die VOC bestehen aus mehreren Gruppen verschiedener Kohlenwasserstoffe wie Alkohole, Alkanen, Aldehyde, u.v.m. Je nach Prüfmethode werden im Labor >100 Verbindungen mengenmäßig analysiert, die durch sehr unterschiedliche Geruchsschwellen und toxikologische Profile charakterisiert sind. Nicht alle VOC gelten als gesundheitsschädlich, trotzdem sind einige bei erhöhten Konzentrationen als krebserregend, erbgutschädigend oder fruchtschädigend deklariert.

 

Bei Verdacht auf erhöhte VOC-Werte sollte eine chemische Analyse der Raumluft durchgeführt werden, nur so kann man den Quellen auf die Spur kommen! Verdächtig sind Faktoren wie anhaltende Geruchsbelästigung oder gesundheitliche Beschwerden, wie z.B. Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen etc.